Obwohl Witterda, nordwestlich von Erfurt, in der Diaspora liegt, hat der Ort einen relativ hohe Katholiken-Anteil. Dies  ist historisch bedingt. Witterda gehörte zu den sogenannten Küchendörfern und war für die Versorgung des kurfürstlichen Mainzer Hofs in Erfurt zuständig. Nach Ende des 30jährigen Krieges mit dem Westfälischen Frieden 1648 blieb Witterda gemäß der Regelung Cuius Regio, ejus religio, wessen Land dessen Religion, als einziges Dorf im ganzen Umland katholisch. Über Jahrhunderte war Witterda eine katholische Enklave und das ausgedehnte Gebiet der Pfarrgemeinde reichte bis nach Bad Langensalza und Straußfurt.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kamen viele Katholiken durch Flucht und Vertreibung in unsere Gemeinde: Schlesier, Sudetendeutsche, Ostpreußen, Donauschwaben und andere. In der Folgezeit wurden im Witterdaer Pfarrgebiet mehrere eigenständige Gemeinden gebildet.

Seit dem 1.7.2012 ist St. Martin keine eigene Pfarrei mehr, sondern ist Kirchort der neu gegründeteten Pfarrei St. Josef in Erfurt.

Das Gemeindeleben vor Ort ist geprägt vom Kirchenjahr mit seinen unterschiedlichen Zeiten und Festen. Eine Besonderheit im Kirchenjahr ist die  traditionelle Fronleichnamsprozession durch den Ort Witterda, die inzwischen als zentrale Fronleichnamsfeier der gesamten Pfarrei St. Josef begangen wird. Weitere Höhepunkte sind die Gemeinde- und Kirchweihfeste.

Seit fast 100 Jahren gibt es in Witterda auch einen katholischen Kindergarten.

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